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Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist, je nach dem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.“ (Astrid Lindgren, Dankesrede für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1978)
Kindergartenarbeit ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit unserer Kirchengemeinden.
In dieses Engagement der Kirche setzen zahlreiche Menschen großes Vertrauen. Wir freuen uns über solches Vertrauen und sind uns dieser Verantwortung bewusst. Wir fühlen uns für die Zukunft der Kinder mitverantwortlich.
Personell, aber auch finanziell engagieren sich deshalb unsere Gemeinden und nehmen damit teil an dem allgemeinen Bildungsauftrag der Kirche und der gesellschaftlichen Verantwortung für die frühkindliche Erziehung aber auch an der Erschließung und Weitergabe der christlichen Glaubensüberlieferung. Teilt die Kirche mit allen anderen gesellschaftlichen Verantwortungsträgern die pädagogische Verantwortung für Erziehung und Bildung im öffentlichen Bildungssystem, so nimmt sie die Verantwortung im Bereich der christlichen Glaubensvermittlung ungeteilt wahr.
Räume, die sich zur Gesellschaft hin öffnen, aber auch Räume, in die die Kirche Kinder einlädt wollen unsere Einrichtungen sein. Dabei gilt es, solche Räume im Sinne eines christlichen Menschenbildes zu füllen und den Kindern mit Wertschätzung und Vertrauen, Liebe und Geborgenheit, Offenheit und Zuwendung zu begegnen und ihnen zu helfen, zu selbständigen, freien und verantwortungsbewussten Ebenbildern Gottes zu werden.
Selbständiges und verstandenes Christsein ist dabei Ziel unseres Handelns und jeder Verkündigung. Und so will auch unsere Arbeit in den Tageseinrichtungen für Kinder einen Beitrag leisten, um Antwort zu geben, worum es im christlichen Bekenntnis, worum es in den Äußerungen des Glaubens geht. In einer nachchristlichen Gesellschaft bleibt die Verantwortung ebenso bestehen, wie in der ersten Christenheit „Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die in uns ist“
W. Hempelmann, Superintendent im Kirchenkreises Halle
Die Religionspädagogik
Unser christliches Menschenbild ist diakonisch, fürsorglich geprägt, Stärkere helfen Schwächeren „Ein jeder trage die Last des anderen“
miteinander – füreinander.
Für unsere Arbeit mit Kindern heißt das, dass wir diese Grundsätze und Werte an die Kinder weiter vermitteln und die Kinder in unserer Gemeinde mit einbeziehen.
Die pädagogischen Fachkräfte in unserer Einrichtung haben sehr unterschiedliche Glaubenserfahrungen gemacht. Einige haben in ihrer Kinder-
Andere Mitarbeiterinnen haben keine Erfahrungen in der Familie gemacht und sich dann als Jugendliche oder Erwachsene ohne familiäre Unterstützung informiert.
Aus dieser Unterschiedlichkeit schließen wir für unsere Arbeit mit Kindern, dass der christliche Auftrag unserer Einrichtung besonders ernst genommen werden muss, weil Kinder nicht automatisch durch ihre Familien christlichen Glauben und Werte vermittelt bekommen.
Folgende Bibeltexte sind Schwerpunkte unserer religions-
Daraus ergeben sich Grundthemen wie Liebe, Vertrauen, Vergebung und Gewalt.
Diese Grundthemen kehren in vielen Situationen des Kindergarten-
Unsere religionspädagogischen Methoden sind vielfältig. Wir arbeiten mit religiösen Liedern, Bilderbüchern, Diaserien, Rollenspielen und der gestalterischen Umsetzung biblischer Geschichten.
Täglich können die Kinder sich für ein religionspädagogisches Angebot während der Angebotsphasen entscheiden.
Wir möchten, dass in allen Angeboten und im täglichen Miteinander in unserem Kindergarten die uns anvertrauten Kinder etwas von der Liebe Gottes zu den Kinder erfahren dürfen.