Kapernaum

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Kinder unter 3 Jahren

Lebensraum für Kinder unter drei Jahren
 Die wichtigste Vorraussetzung für eine positive Entwicklung sind zugewandte verlässliche Bezugspersonen und die Art und Weise, wie diese die Entwicklung jedes einzelnen Kindes begleiten und emotionale Sicherheit vermitteln.
Durch einen differenzierten Dienstplan, wird gewährleistet, dass Kinder unter 3 Jahren den gesamten Tag von festen Bezugspersonen betreut werden und möglichst wenig Betreuungswechsel entsteht.
Der individuelle Tagesrhythmus jedes Kindes, z. B. Essens-, Schlafzeiten,
Körperpflege sowie seine Bedürfnisse und Vorlieben, werden berücksichtigt. Es gibt
klare Strukturen und Rituale im Tagesablauf, an denen sich das Kind orientieren
kann.
 
Eingewöhnungsphase:
Die Neuaufnahme erfolgt in einer individuellen Eingewöhnungsphase, mit
Einbeziehung der Erziehungsberechtigten, damit sich jedes Kind nach seinem
eigenen Tempo an die Erzieherinnen und die neuen Umgebung gewöhnen kann. Wir
wünschen uns, dass die Eltern ihr Kind in der ersten Woche im Kindergarten
begleiten. Die Ablösung erfolgt schrittweise. Erzieherin, Kind und Mutter / Vater
entwickeln und besprechen gemeinsam Abschiedsrituale. Wir möchten uns vor dem Abholen Zeit für den Austausch nehmen. Die Erzieher berichten
regelmäßig über den Entwicklungsstand.
 
Struktur des Tagesablaufs
Freispielphase
Das Freispiel bietet den Kindern die Möglichkeit für ausreichend Zeit und Freiraum
für Selbstbestimmte Tätigkeiten. Durch die Unterstützung und Begleitung des
Erziehers und der älteren Kinder lernen sie neue Spiele, Beschäftigungsmöglichkeiten und alle weiteren Spielbereiche (Halle, andere Gruppen, Außengelände) kennen.
Die Spielmaterialien sind auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen
abgestimmt und werden von Zeit zu Zeit ausgewechselt. Es stehen Materialien für
die sinnliche Wahrnehmung bereit, z. B. Tastwände, Spiegel, Tücher sowie Natur und Gebrauchsgegenstände, Ecken zum Ausruhen im Gruppenraum und ungestörte
Schlafmöglichkeiten sind vorhanden.
 
Frühstück
Während des Vormittags besteht die Möglichkeit, je nach Bedürfnis mit Begleitung einer Erzieherin zu frühstücken.
Die Erzieherinnen essen mit den Kindern gemeinsam und fungieren als Vorbild und
leisten bei Bedarf Hilfestellung. Es wird darauf geachtet, dass dem Kind alters- und
entwicklungsgerechtes Geschirr und Besteck zur Verfügung steht.
Wir achten auf ein ausgewogenes, gesundes Frühstück mit viel Obst und Gemüse.
 
Angebotsphase
Die Angebote richten sich nach dem Gruppenthema und werden dem Entwicklungsalter des Kindes angepasst.
Es gibt auch Angebote von jüngeren und älteren Kindern gemeinsam, wobei das Lernen und Helfen von- und miteinander im Vordergrund steht.
Bewegung ist für Kleinkinder die wichtigste Grundlage zum Lernen und Begreifen.
Das variiert von kleinen Ausflügen in die nähere Umgebung sowie das Spielen im
Außengelände (Naturerfahrungen sammeln).
 
Mittagessen
Das Mittagessen wird von einer Köchin frisch zubereitet. Jedes Kind kann selbst
entscheiden wie groß sein Essbedürfnis ist. Wir legen Wert auf gesunde und
abwechslungsreiche Ernährung. Für die entspannte Gestaltung der Essenssituation
ist uns ein deutlicher Beginn (z. B. durch einen Gebet oder ein Lied) sehr hilfreich. Für diese Mahlzeit nehmen wir uns genügend Zeit, um sie auch als möglichst entspannte
Kommunikationsmöglichkeit mit den Kindern zu nutzen. Das Kind wird in seiner
Selbständigkeit mit Geschirr einbezogen und gefordert (Tisch decken).
 Nachmittagsbereich
Ruhephase

In zwei separaten Schlafräumen, mit kleinen Betten, können die Tageskinder individuell ihrem Schlafrhythmus nachkommen und diese Ruhephase genießen.

 Kaffeemahlzeit
Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit haben die Kinder die Möglichkeit an
unterschiedlichen Aktivitäten teilzunehmen.

 Elternarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern, insbesondere die Übergabe der Kinder wird mit viel Zeit, Absprachen und Sorgfalt gewürdigt
In regelmäßigen Gesprächen pflegen wir den Kontakt zu den Eltern und berichten
über den Entwicklungsstand ihrer Kinder. Wir sehen sie als unsere Partner in der
Erziehung ihrer Kinder. Über Kritik und Anregungen der Eltern freuen wir uns. Wir
wünschen uns, dass sich die Eltern bei uns wohl fühlen.

 Raumgestaltung
Die Raumgestaltung entspricht auch den vielfältigen Wünschen der Kinder nach Ruhe, Rückzug, Aktivität, Bewegung sowie Selbstbildung.
Unsere Räume sind hell und freundlich und bieten Raum für Bewegung, für
Materialien zum Spielen, Ausprobieren und wahrnehmen.

 Sauberkeitserziehung
Den Zeitpunkt für den Beginn der Entwöhnung von der Windel bestimmen die Eltern,
in Absprache mit den Erzieherinnen. Die Vorstellungen der Eltern sind dabei
maßgebend und wir versuchen, sie in ihren Bemühungen zu unterstützen. Das
Personal berät sie dabei gerne.

 Begrüßung/Verabschiedung
Die Begrüßung der Kinder am Morgen ist uns besonders wichtig. Persönliche
Kontaktaufnahme wie Blick- und Körperkontakt sowie Ansprache erleichtern dem
Kind den Übergang von der Familie in den Kindergarten. So wird das Kind
wahrgenommen und die Familie erfährt, es ist willkommen. Wenn sich die Kinder von
ihren Eltern verabschiedet haben, unterstützen wir sie bei Bedarf, um sich ins
Spielgeschehen zu integrieren. In der Abholphase ist es uns wichtig, dass wir jedes
Kind verabschieden und es den Eltern wieder „übergeben“.

 Bildungsprozesse
Sehr wichtig ist uns der Aufbau sozialer Beziehungen - „Bindungen“, es ist ein
interaktiver Prozess, der sich zwischen der Pflegeperson und dem Kind abspielt und
für das Kind von existenzieller Bedeutung ist. Wir möchten die Kinder in ihrer
Persönlichkeit und Selbstständigkeit stärken. Den natürlichen Wissensdrang und die
Freude am Lernen pflegen.
Wir bieten viele Anreize zum Spracherwerb und unterstützen diesen mit Gesprächen,
Liedern und Spielen. Das Kind hat die Möglichkeit mit verschiedenen Materialien zu
spielen und diese zu erforschen. Wir möchten die Kreativität, Phantasie und die

Erlebnisfähigkeit fördern.

  • Bildung umfasst in den ersten drei Lebensjahren die grundlegenden Bereiche:

  • Bildung der Sinne, einschließlich der Bewegung und Gefühle

  • Bildung von Vorstellungswelt, Fantasie und szenischem Spiel

  • Bildung der symbolischen Welt, insbesondere einer Sprachwelt

  • Bildung der zwischenmenschlichen Beziehungen


 
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