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Zielsetzung Landesprojekt
Im Januar 2006 erklärte
Ministerpräsident Jürgen Rüttergers in Düsseldorf, dass
Nordrhein-Westfalen sich auf dem Weg zum
„kinder- und familienfreundlichste Land in Deutschland“ befindet. Das
Kabinett hat die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu
Familienzentren beschlossen.
Die Kindertageseinrichtungen wurden
bewusst gewählt, weil Eltern ihnen Vertrauen entgegenbringen, direkten
Zugang dazu haben und die Kindertageseinrichtungen in der Regel
wohnortnah liegen.
Langfristig soll ein Drittel der mehr
als 9700 Tageseinrichtungen für Kinder in NRW zu Familienzentren
weiterentwickelt werden.
Familien
Durch die Weiterentwicklung zum
Familienzentrum können Kinder und Familien gemeinsam gefördert und
nachhaltig unterstützt werden.
Ziel ist die Zusammenführung von
Bildung, Erziehung und Betreuung. Die Aufgabe der
Kindertageseinrichtungen mit Angeboten der Beratung und der Förderung
von Kindern sowie die Unterstützung der Familien können Hand in Hand
gestaltet werden.
Die Kindertageseinrichtung
Jede Kindertageseinrichtung bietet heute
schon ein buntes Netz an Familiendienstleistungen, Beratung von Eltern,
Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und entsprechenden Angeboten für
Kinder und Eltern. Die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen zu
Familienzentren ist sicher eine folgerichtige Fortführung der bisherigen
Entwicklung der Kindertageseinrichtungen. Die Kindertageseinrichtungen
sind durch ihre Wohnortnähe, Orte an denen Familien Bildungsangebote
wahrnehmen können und wenn nötig frühzeitig Beratung und Hilfestellung
bekommen.
Durch die Beratung vor Ort und die
persönlichen Kontakte können- wenn notwendig und gewünscht- alle
Beteiligten leichter gemeinsam ins Gespräch und zu Lösungsansätzen in
Problemsituationen kommen.
Verbund
Zu den drei
Verbundeinrichtungen:
Die drei
Verbundeinrichtungen bilden eine Achse in südliche Richtung.
Das
Familienzentrum Steinhagen (Modell Kreis Gütersloh) liegt im Zentrum
von Steinhagen und ist fußläufig, mit dem Fahrrad, mit dem Auto und
öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Es nahm im Februar 2005
im Rahmen eines Modellprojektes des Kreises Gütersloh seine Arbeit auf.
Die evangelische
Kindertageseinrichtung „Kapernaum“ liegt am Rand des Zentrums vom
Ortsteil Steinhagen und ist sowohl für Familien aus dem direkt
angrenzenden Neubaugebiet als auch für die Familien der traditionellen
Wohngebiete und dem Bereich mit der dichtesten Bewohnerstruktur gut
erreichbar. Sie befindet sich seit nunmehr 15 Jahren in den großzügigen
Räumlichkeiten.
Die
Kindertageseinrichtung „Morgenstern“ der evangelisch-lutherischen
Kirchengemeinde Brockhagen liegt im Zentrum des gleichnamigen Ortsteiles
, der durch seine ländliche Struktur ein in sich geschlossener
Sozialraum ist. Verkehrstechnisch ist Brockhagen durch eine gut
ausgebaute Straße mit separatem Fahrradweg mit dem Ortsteil Steinhagen
verbunden. Es gibt direkte Busverbindungen. In direkter Nachbarschaft
der Kita liegt das Gemeindehaus der Kirchengemeinde, in dem viele
Aktivitäten auch gerade für Kinder und Jugendliche stattfinden.
Selbstorganisierten Gruppen wie z.B. Krabbelgruppen werden
Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Tageseinrichtung feierte
2008 ihren 30 Geburtstag.
Entstehung des
Verbundes:
Der Entscheidung
vorausgegangen waren intensive Gespräche auf kommunaler Ebene mit
Vertreterinnen aller Tageseinrichtungen, dem Familienzentrum Steinhagen
(
Gütersloher Modell ), dem Kreis Gütersloh und der Gemeindeverwaltung.
Da die beiden
AWO-Einrichtungen einen eigenen Verbundantrag stellen wollen, erschien
es den beteiligten Kirchengemeinden ( evangelischen und der katholischen
Einrichtung ) sinnvoll, mit dem o. g. Verbund und zwei der insgesamt vier
Förderpaketen an den Start zu gehen. Die zwei verbleibenden Förderpakete
werden bis zum Jahr 2012 durch voraussichtlich weitere Verbünde
beantragt werden.
Die drei
Verbundpartner verfügen über ein eigenständiges Profil auf der Grundlage
in der Praxis erprobter Konzepte. Diese miteinander zu verbinden und
daraus ein neues und bedarfsgerechtes Angebot für Familien im Sozialraum
zu schaffen, ist die Aufgabe der nächsten Jahre.
Ziel des Verbundes
Ziel des Verbundes ist es ein
gemeinsames Familienzentrum zu entwickeln.
Der Vorteil des Verbundes besteht darin,
dass Ressourcen und Kompetenzen gebündelt werden können und dadurch ein
breiteres Leistungsspektrum angeboten werden kann.
Das Konzept des Verbundes des
Familienzentrums sieht vor, dass insbesondere Tageseinrichtungen für
Kinder als alltagsnahe und niederschwellige Begegnungsorte Familien
unterstützen. Wichtiges Ziel dabei ist, Elterninteressen und Kindeswohl
in Einklang zu bringen. Dazu gehören, neben Maßnahmen zur besseren
Vereinbarkeit von Familien und Beruf, vor allem Hilfen zur
Alltagsbewältigung und gegebenenfalls zur Stärkung der
Erziehungskompetenz, die sich an den jeweiligen örtlichen und familiären
Gegebenheiten orientieren.
Das Familienzentrum soll als
Informations-Drehscheibe und Kontaktstelle ein zentraler Ort von Hilfen
für die Familie, für Kinder und Erwachsene in
Steinhagen und Brockhagen sein
Ziele und Aufgaben
1. Bildungs- und Beratungsangebote für
Familien
Bildungs- und Beratungsangebote sollen
möglichst viele Familien erreichen. Familienzentren haben den Vorteil,
dass durch die Angliederung an Tageseinrichtungen für Kinder diese
vertrauten Orte genutzt werden können. Dies kann die Hemmschwelle
senken, derartige Angebote auch anzunehmen.
Dringend erforderlich ist eine enge
Zusammenarbeit und Vernetzung von Bildungs- und Beratungseinrichtungen,
Vereinen, Kommune und Kirchengemeinde in dem Familienzentrum. Das
Personal in den Tageseinrichtungen für Kinder/Familienzentrum kann durch
seine Nähe zu Eltern und Kindern Problemlagen in Familien frühzeitig
erkennen und zur Schaffung eines bedarfgerechten Angebot beitragen.
Hierbei kann das Familienzentrum, je
nach räumlichen Gegebenheiten und personellen Kapazitäten, Beratungs-
und Bildungsangebote im Familienzentrum vorhalten oder die Familien an
diese Stellen vermitteln.
Beratungsangebote von unterschiedlichen
Einrichtungen bestehen seit 2005 im Kreisfamilienzentrum Steinhagen.
2. Tagespflege/-vermittlung
Tagesmütter und Tagesväter werden über
das Familienzentrum vermittelt. Das Hierdurch können für Eltern
individuell zugeschnittene Betreuungsmöglichkeiten geboten werden. Ein
weiterer Ausbau der Tagespflege ist nach dem Tagesbetreuungsausbaugesetz
zur Bedarfsdeckung an Kinderbetreuung erforderlich, denn nicht jeder
Betreuungsbedarf von Familien kann über die Tageseinrichtungen abgedeckt
werden. Auf diese Weise kann das Familienzentrum flexibel auf die
unterschiedlichen Betreuungsbedarfe reagieren. Die
Tagespflegevermittlung besteht seit 2002 in der Tageseinrichtung für
Kinder Kapernaum..
3. Weitere Leistungen des
Familienzentrums, die über die Erziehung, Bildung und Betreuung der
Kinder in der Tageseinrichtung für Kinder hinausgehen
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Babysitterservice besteht
seit 2006 im Kreisfamilienzentrum
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Organisation von Kinder -
Second – Hand – Basar seit 2000 zweimal im Jahr in der TfK Kapernaum
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Organisation von
Konfirmationskleidung – Second – Hand seit 2007 einmal im Jahr im
Kreisfamilienzentrum
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Spielgruppen seit 2006 im
Kreisfamilienzentrum und in der TfK Kapernaum
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Englisch für Kid´s seit
Mai 2007 in der TfK Kapernaum
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Geburtsvorbereitung
besteht seit 2006 in der TfK Kapernaum
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Stillcafe seit Mai 2008 im
Kreisfamilienzentrum
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Beratungsangebote bestehen
seit 2006 im Kreisfamilienzentrum
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Beratungsangebote in der
TfK Morgenstern ab Juni 2006 einmal im Monat eine Stunde
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Purzelturnen für Eltern
und Kinder seit April 2008 in der TfK Kapernaum
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Kooperation mit
Frühförderstellen in der TfK Kapernaum und Morgenstern
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Angebote werden über
aktuelle und gemeinsame Webseite seit 2009
präsentiert
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